Jährliche Grundreinigung

Die erste Freizeit im Jahr, welche den Namen so eigentlich nicht verdient, fällt immer in die Zeit vor Ostern. Dann fahren motivierte und engagierte Gemeindemitglieder zur Grundreinigung für insgesamt vierzehn Tage ins Freizeitheim nach Westkapelle. Damit über das ganze Jahr die nachfolgenden Gruppen einen angenehmen und schönen Aufenthalt im gemeindeeigenen Haus an der Zuidstraat verleben können, bedarf es zuvor einer kompletten Reinigung und Instandsetzung. Ein jeder bringt sich mit seiner Zeit und seinen Gaben ein. Da bleibt kein Kissen auf dem Bett, keine Gardine an den Fenstern, kein Stuhl auf dem Tisch und kein Schrank an der Wand. Kurzum: alle beweglichen Gegenstände werden in die Hand genommen, gesaugt, gewischt, geputzt, geschrubbt, gedübelt und geschraubt. Würde man alle anfallenden Aufgaben an Handwerker vergeben, so wären unter anderem Schreiner, Klempner, Elektriker, Maurer, Maler und Reinigungsfirmen zu beauftragen. In dieser Zeit werden selbstverständlich auch notwendige Wartungsarbeiten von niederländischen Firmen durchgeführt. Nach dem Frühstück werden die anstehenden Arbeiten des Tages angesprochen und in der Regel auf Zweierteams verteilt. Denn es ist schon immer so: gemeinsam geht die Arbeit leichter von der Hand. Am frühen Nachmittag beendet das gemeinsame Mittagessen den arbeitsreichen Tag. Die restliche Zeit steht zur freien Verfügung, und man kann abschalten und beispielsweise die Vorzüge des Ortes und der Umgebung genießen. Verpflegt wurden wir dieses Jahr (2015) vom Küchentandem Ingrid Wölfel und Renate Happe. Frau Wölfel blickt aktuell auf vierzig Jahre als „Helfende Hand“ zurück und fand in der Gruppe einen mehr als dankbaren Teilnehmerkreis für ihr ehrenamtliches Engagement. So unterschiedlich die anfallenden Arbeiten, so vielfältig sind die Geschicke der Menschen, welche sich einbringen. Rosemarie Esser ist fünf Jahre in der Geschäftsführung der Westkapelle gGmbH tätig. In dieser Zeit oblag ihr unter anderem jedes Jahr die Organisation des Teams für die Grundreinigung. Dafür und auch für ihren Blick fürs Wesentliche, sei ihr an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt. Klaus Hoffmann als ihr Nachfolger besuchte die Gruppe, wurde willkommen geheißen und gewann einen authentischen Einblick ins gelebte Miteinander. Die Gemeinsamkeit verbindet die Menschen und lässt Freundschaften entstehen. Und wenn Sie sich fragen, ob das auch was für Sie sein könnte; sprechen Sie uns bitte an, wir freuen uns auf Sie!

Bericht: Manfred Happe